Salz auf unserer Haut

Zu Besuch in der Thermen- und Saunalandschaft carpesol

Neulich beim Kneipenbummel hörte ich zufällig am Nebentisch, auf dem schon eine ansehnliche Sammlung von leeren Gläsern stand, einen jungen Mann verkünden: „Leute, also morgen, da liege ich den ganzen Tag in Salz!“ Ich musste schmunzeln, weil ich diesen Ausdruck nicht kannte und nichts damit anzufangen wusste, aber die Vorstellung irgendwie lustig und angenehm absurd fand.
Erst ein paar Tage später kam mir diese Szene wieder in den Sinn, als ich an einem Artikel über die natürlichen Heilmittel in unseren Kurorten im Osnabrücker Land schrieb. Sich in Salz legen? Nichts leichter als das! Mit Kathrin und Detlef mache ich mich auf den Weg in eine meiner Lieblings-Thermen, dem carpesol in Bad Rothenfelde.

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Sonne und Salz

In Sole gebadet wird im Kurort Bad Rothenfelde tatsächlich schon seit 1908, aber seit 2013 gibt es dafür auch das carpesol. Ob das „SOL“ im Namen nun für Sonne oder Salz steht, wüsste ich gar nicht zu sagen. Beides gibt es in dieser hellen und modernen Thermen- und Saunalandschaft auf jeden Fall zu Genüge zu genießen. Auf drei Etagen verteilen sich, drinnen wie draußen, verschiedene Becken, Pools und zahlreiche Saunen. Bei schönem Wetter nutze ich das carpesol gerne als luxuriöse (ruhige) Alternative zum Freibad. Wenn es draußen kälter und trüber wird, ist die Therme mit der markanten Glaskuppel eine lichtdurchflutete Kuscheloase, XXL-Kamin inklusive.

Schwimmen Therme Bad Rothenfelde vom Blog Osnabrücker Land

In Salz gelegt

Aber heute sind wir ja vor allem wegen der Sole her gekommen. Und da kann uns niemand besser Auskunft geben, als Mareike Weber. Mareike ist Betriebsleiterin im carpesol und arbeitet bereits seit der Eröffnung hier. „Unsere Sole kommt direkt vom Gradierwerk gegenüber“, erzählt sie uns. „Dort wird die Natursole auf den Rieselfeldern aus Schwarzdorn gewonnen und dann für verschiedene Anwendungszwecke verdünnt.“ Aber was hat es damit auf sich? „Solebäder stärken das Immunsystem und fördern die Entschlackung. Sie wirken außerdem Wunder bei Verspannungen und Erschöpfung“, lächelt Mareike. Erschöpft fühlen Kathrin und ich uns zwar überhaupt nicht, trotzdem ist unser Bad im Außenbecken mit drei Prozent Soleanteil und einer angenehmen Wassertemperatur von 33 Grad ein willkommener Frischekick an diesem Morgen.

Massage für Körper und Seele

Unsere nächste Station ist das Solebecken im Römisch-Irischen Spa. Der Soleanteil des Wassers beträgt hier 12 Prozent und das ist deutlich zu spüren. Fast schwerelos liegen wir im, bzw. auf dem wohlig warmen Wasser. Vom Beckenboden ertönt aus Lautsprechern sanfte Musik und die Wirkung ist grandios: entspannend und unglaublich wohltuend. Mareike kann uns nur mit einem großartigen Angebot aus dem Wasser locken: Wir bekommen noch eine Massage. Das carpesol hat auch einen Spa-Bereich für Wellness-Anwendungen aller Art. Zum Beispiel die Hot Stone Ganzkörpermassage, tolle Kosmetikbehandlungen oder Aromatherapien. Wir entscheiden uns heute natürlich für das Salz-Peeling. Auf die Haut aufgetragen und verrieben, löst Salz Hautschüppchen, regt den Abtransport von Stoffwechselrückständen an und fördert die Durchblutung.

Salz auf der Haus. Therme Bad Rothenfelde vom Blog Osnabrücker Land

Was für ein schöner Tag!

Mit rosiger, weicher Haut, glücklich und total relaxt machen wir uns auf den Rückweg. Wir können jetzt gut nachvollziehen, was es mit der gesunden Wirkung von Salz auf sich hat.

Sole tut dem Körper gut, so viel steht fest. Nachdem mich Detlef für seine Aufnahmen gefühlte zehnmal zum Tauchen durch das Becken getrieben hat, weiß ich nun aber auch, dass man es vermeiden sollte, zuviel davon in die Nase zu bekommen. Aber egal: es war mal wieder ein rundum schöner Tag im carpesol!

Gut zu wissen

Die genauen Öffnungszeiten erfahrt ihr auf der Webseite vom carpesol.

Sehr praktisch: Ihr könnt euch hier auch Bademäntel und Handtücher leihen.

Verfasser
Anja Hehmann
... kommt gebürtig aus dem Osnabrücker Land, wohnt in Osnabrück und liebt die Region und ihre Bewohner. "Meinen Urlaub verbringe ich am liebsten in England, Frankreich oder in Italien. Dort genieße ich am meisten das, was ich zuhause auch schätze: Menschen und Orte mit Charakter, grüne Hügel und Bewegung in guter, gesunder Luft. Beim Laufen, Reiten und Yoga trainiere ich dann die Kalorien ab, die mir mein großer Enthusiasmus für Nachtisch, Kuchen und Co. beschert. Tipp: Das Café Carl im Kaufhaus Schäffer."

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