Grüß mir die Sonne

Yoga-Nacht in Bad Essen

Auftakt in ein aktives (Früh)-Jahr

Pünktlich zum Frühlingsanfang haben mein Freund und ich spontan eine Detox-Woche eingelegt. Ganz nach dem Motto: „Frühjahrsputz ganzheitlich!“ Einen perfekten Abschluss dieser gesundheitsbetonten Woche soll die Yoga-Nacht in Bad Essen bilden.

Sehr synchron sehen die meisten Yoga-Asanas aus.

Yoga – mein persönlicher „Reset-Knopf“ für Körper und Geist

Yoga ist für mich gleichbedeutend mit „Zeit für mich“ und „mir etwas Gutes tun“. Was ich besonders daran schätze? Die Übungen sind sowohl fordernd, als auch entspannend. Mal liegt der Fokus auf der Förderung körperlicher Beweglichkeit, mal auf Kraft und Ausdauer. Auch die bewusste Atmung bis hin zur meditativen Entspannung sind Elemente des Yoga. Sie helfen, besser in sich hineinzuhorchen und sich selbst (noch) besser kennen zu lernen. Durch diese gesteigerte Selbstwahrnehmung können zum Beispiel die persönliche Tagesform ermittelt, die eigenen Grenzen bewusster ausgelotet und (Ver)-Spannungen im Körper genauer lokalisiert und aktiv „bearbeitet“ werden.

Adé Frühjahrsmüdigkeit – Willkommen neue Energie

Nachdem wir erst uns in die Yoga-Klamotten und dann die Yoga-Matten ins Auto geschmissen haben, sind wir bereit für das „Abenteuer“. In den Räumlichkeiten des Gesundheitszentrums der AKTIVITA in Bad Essen angekommen, lernen wir zunächst die anderen Kursteilnehmer bei Heiß- und Kaltgetränken sowie kleinen Snacks kennen. Obwohl sich die meisten Teilnehmer augenscheinlich bereits seit längerer Zeit kennen, fühlen wir uns dennoch sofort herzlich aufgenommen und in die Gruppe integriert. Die Yoga-Nacht kann beginnen!

Vor dem Yoga und in der Pause können sich die Kursteilnehmer angeregt unterhalten.

Drei Stunden „Ich-Zeit“ in bester Gesellschaft

Das dreistündige „Workout“ startet außergewöhnlich: wir stellen uns allesamt im Kreis auf und bereiten unseren Körper mit leichten Dehnübungen auf die bevorstehenden Yogaübungen vor. Insbesondere der Gleichgewichtssinn wird gefordert, indem im Stand jeder das Bein seines Nachbarn fasst und sich alle dabei langsam vorbeugen. Die Stimmung ist fröhlich, teils ausgelassen und humorvoll. Nicht unwesentlich tragen die beiden Yogalehrer Christian Tebben und Sandra Ludwig, unter deren Leitung der Abend stattfindet, zu dieser angenehmen Atmosphäre bei.

Unser Yoga-Lehrer Christian Tebben korrigiert und macht vor.

Je später der Abend, desto langsamer und ruhiger werden die Yogaübungen. Während der gesamten Zeit soll sich jeder eine seiner positiven Eigenschaften vor Augen halten. Diese Aufgabe klingt zunächst leicht, ist aber gar nicht so einfach. Schließlich muss man sich zunächst darüber bewusst werden, welche Eigenschaften man eigentlich an sich selber schätzt.

Alles im Flow

Christian Tebben überrascht mit einer nahezu tänzerischen und choreographischen Bewegungsabfolge zu dem Musiktitel „Stitches“ von Shawn Mendes. Diese neuartige Form des Yoga nennt sich Inside Flow und wurde von Young-Ho Kim, dem Gründer von Inside Yoga Frankfurt, kreiert.

Dynamische, fließende und synchrone Bewegungsabläufe zu moderner Musik zeichnen diesen Stil aus.

Yogalehrer Christian Tebben leitet die Übungen mit viel Spaß an.

Die schnelle Abfolge der fließenden Bewegungen fordert nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und schult dadurch ebenfalls die mentale Leistungsfähigkeit, so Tebben. Und obwohl er selbst manchmal die Choreographie durcheinander bringt, ist er sichtlich von der Synchronität der Gruppe beeindruckt und beschreibt unsere Darbietung als ästhetisch und elegant: „Das sieht so schön aus, ihr müsstet das selber mal sehen!“

Ich will keine Schokolade

Nach dieser aktiven Übungseinheit haben wir uns eine kleine Erfrischung und Stärkung mehr als verdient. In der etwa zehnminütigen Verschnaufpause können wir unseren Durst mit Mineralwasser und Orangensaft sowie verschiedenen Tees stillen. Ich freue mich besonders über den indischen Chai Tee, einem schmackhaften Gewürztee mit Milch. Mentale Stärke beweisen mein Freund und ich, indem wir uns an unsere Vorschriften der Detox-Woche halten und von den Snacks, die überwiegend selbst gebacken sind, nur die Nussmischung kosten. Erstaunlicherweise fällt es uns nach fast einer Woche Verzicht noch nicht einmal besonders schwer.

Nach so viel Yoga hat sich jeder eine kleine Pause verdient. Snacks und Getränke stehen für die Teilnehmer bereit.

Der Mond ist aufgegangen

Sandra Ludwig beginnt ihren Part mit Moonlight Yoga. Die ruhigen und sanften Übungen bilden einen großen Kontrast zu den kraftvollen und aktiven vorangegangenen Bewegungsabläufen und schenken neue Energie durch ihre regenerative Wirkung auf Körper und Geist. Zum Einsatz kommen hierbei auch Hilfsmittel wie Yogablöcke und Gurte, die das Einnehmen und Halten der einzelnen Positionen vereinfachen und erleichtern.

Drum (wach)schlaf auch du

Stille Wasser sind redensartlich tief und in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Zum Abschluss dieser besonderen Nacht führt uns Sandra Ludwig behutsam in eine Tiefenentspannung. Beim Yoga Nidra steht die psychische Entspannung im Vordergrund. In Rückenlage, regungslos verharrend, wird zunächst der Körper ruhig, warm und schwer. Ist der Zustand körperlicher Entspannung erreicht, gelingt es dem Geist leichter ebenfalls zur Ruhe zu kommen. Dabei werden die Revitalisierung von Körper und Geist und das Erreichen einer tieferen Bewusstseinsebene fokussiert. Unsere „Reiseleiterin“ führte uns mit ruhiger Stimme von Fußsohle bis Scheitel durch unseren Körper. Diese Form der Endentspannung kennen vermutlich fast alle, die schon einmal Yoga gemacht haben. „Der Körper schläft, der Geist ist wach!“, so die Übungsanleitung. In Anbetracht der Tatsache, dass ein paar kleine Schnarcher und leise Grunzer zu vernehmen sind, ist davon auszugehen, dass einige wenige Teilnehmer sich in dieser Übung noch üben müssen.

Glück(l)-Ich

Entgegen meiner Befürchtung bin ich nach diesen drei Stunden keineswegs erschöpft, sondern voller neuer Energie und Lebensfreude. Insgesamt haben die Gruppe und vor allem die Musik über die schweißtreibenden Asanas, wie die Körperstellungen genannt werden, hinweg getragen. Am besten gefallen hat mir persönlich die Inside Flow Stunde. Dieser für mich gänzlich neue Stil vereint meine Vorliebe für Musik und Tanz mit den mir bekannten und geschätzten Elementen des „klassischen“ Yoga. Das eher statische und ruhige Yoga Nidra gefiel meinem Freund hingegen wesentlich besser. So war für jeden Geschmack etwas dabei.

Alle Teilnehmer sind mit Spaß bei der Sache und machen fleißig die Yoga-Übungen mit.

Bereits während meiner Schul- und Studienzeit nahm ich an einer Vielzahl von Yoga-Kursen teil. Nicht alle Kurse haben mir dabei gleich gut gefallen. Ich kann daher bestätigen, dass man mehrere Kurse verschiedener Lehrer besuchen sollte, um die für sich passende Form zu finden – es lohnt sich! Ich zumindest bin von der positiven Wirkung auf das persönliche Wohlbefinden überzeugt.

Yoga macht einfach glücklich!

Gut zu wissen

Alles rund um das Thema Yoga in Bad Essen findet ihr auf der Homepage der Tourist-Information.

Übrigens: Julia war auch unterwegs auf dem 1. Bad Essener Yoga- und Gesundheitsfestival. Was sie dort alles erlebt und ausprobiert hat erfahrt ihr hier!

Verfasser
Julia Otte
… ist Niedersächsin von Nord nach Süd. „Wasser ist mein Element. Aufgewachsen zwischen Weser und Hunte zog es mich zum Studium der Tourismuswirtschaft in den Norden an die Jade. Für das Aufbaustudium Management im Gesundheitswesen sagte ich dem Weltnaturerbe Wattenmeer schweren Herzens auf Wiedersehen und suchte mein persönliches „Glück in Osnabrück“. Ich kann sagen, dass ich es hier an der Hase gefunden habe. Den Sole-Kurort Bad Essen am Mittellandkanal lernte ich im Rahmen meiner Masterarbeit kennen und lieben.“

Kommentare

1 Kommentar
  1. von
    Walter
    4. Juni 2017 Antworten

    Hi Julia,
    Schöne Grüße von der Nachbar Radtour.
    VG Andre

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