Nimm Dir Zeit

Hast Du mal Zeit… für die Zeit?

12 Uhr, der Wecker klingelt! Das ist nicht die Zeit, um aufzustehen: ich stehe bereits, hellwach, mitten auf dem Nikolaiort, mit meinem Wecker in der Hand. Der klingelt nun ebenso vor sich hin wie all die anderen Wecker und Smartphones. Warum? Es soll ein Flashmob zum Start des Kulturextras 2016 „ZEIT“ sein. Zugegeben, ein waschechter Flashmob ist das wohl nicht. Die Veranstaltung hier ist durchaus geplant und ich bin lediglich dem Aufruf gefolgt, mich mit einer Weckmaschine rechtzeitig vor dem Glockenschlag zur Mittagsstunde hier einzufinden, um gemeinsames Weckerklingeln zu produzieren. Es klappt! Fast auf die Sekunde zeitgleich klingelt, scheppert, rasselt es je nach technischer Ausstattung.

Später treffe ich in der Fußgängerzone eine Bekannte mit einem großen Wecker unter dem Arm. Sie wollte auch am Flashmob teilnehmen, war aber versehentlich zum Marktplatz gegangen. So ist es halt: Zur richtigen Zeit am falschen Ort – schon hat man was verpasst. Aber eigentlich bist Du samstags in der Osnabrücker Innenstadt immer am richtigen Ort, egal zu welcher Zeit.

Geben, Nehmen, Haben… Was denn? ZEIT!

Angeblich hat sie keiner – und doch haben wir in Osnabrück gerade ganz viel davon. Wenigstens für rund 100 Tage. Die Kulturszene der Stadt setzt sich unter dem Schwerpunktthema „100 Tage – ein Thema: Zeit“ mit diesem eigentlich ganz zeitlosen Thema auseinander. Ausstellungen, Aktionen, Musik, Lesungen, Vorträge und viele weitere Programmpunkte werden bis Ende Oktober hinreichend Gelegenheit bieten, sich mit verschiedenen Aspekten und Facetten der Zeit zu beschäftigen; mal unterhaltsam, mal besinnlich, mal ganz aktiv. Und apropos richtiger Ort: da die Aktionen an den verschiedensten Kulturorten in Osnabrück stattfinden, bietet sich auch die Gelegenheit, die Stadt mal wieder von ganz anderen Seiten zu entdecken.

Gut zu wissen:

Das Kulturextra „100 Tage, ein Thema: Zeit“ läuft bis Ende Oktober 2016.

Alle Informationen zum findest Du auf der Website des Projekts: www.100tagezeit.de

...ist ein echter Osnabrücker: hier geboren, aufgewachsen, Schule und Studium absolviert und nach beruflichen Umwegen quer durch Deutschland wieder in Osnabrück. "Wo auch sonst? Die kurzen Wege zwischen Wohnort in der Wüste und Arbeitsplatz in der Innenstadt sind ein elementarer Teil der von mir geschätzten Lebensqualität – wie auch die einzigartigen Kulturangebote im Osnabrücker Land. Und die Springbrötchen natürlich. Als Mountainbiker und Motorradfahrer lebe ich gerne mit leichtem Spott von Freunden aus anderen Regionen über unsere „Berge“ und sage: Nicht so hoch, aber noch so schön!“

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